• Susanne

Yogalehrer Gehalt: Das kannst du verlangen


Verdienst kalkulieren

So kalkulierst du die Preise für deine Yogastunden

Bei vielen Yogalehrerinnen kommt die Frage auf: Welchen Preis muss ich für mein Yoga Angebot verlangen, um als Yogalehrerin davon leben zu können? Kann ich mich ohne Studio als Yogalehrerin Vollzeit selbstständig machen? Und welchen Unterschied macht das im Yogalehrer-Gehalt?


Inhaltsverzeichnis:

· Was verdient man als Yogalehrerin?

· Welche Faktoren spielen beim Gehalt eine Rolle?

· 4 Wege mit Yoga Geld zu verdienen

· Stundensatz kalkulieren in 3 Schritten

· Beispiele für Preismodelle


Was verdient man als Yogalehrerin?

Das verdient ein Yogalehrer pro Monat

Der Yogalehrer-Verdienst einer Yogalehrerin hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Einerseits spielt die Berufserfahrung eine wesentliche Rolle. Auf der anderen Seite hängt es auch davon ab, ob du freiberuflich tätig oder festangestellt bist.

Als Festangestellte z.B. in einem Fitness-Studio kannst du von einem durchschnittlichen Yogalehrer-Stundensatz von ca. 30 Euro ausgehen. Unterrichtest du Kurse oder Einzelstunden auf selbstständiger Basis, kann das Yogalehrer-Gehalt sehr stark schwanken.


Das verdient eine Yogalehrerin pro Stunde

Der Yogalehrer-Verdienst kann sehr stark schwanken. Je nach Ausbildung, Weiterbildung und Erfahrung verdienst du zwischen 25 und 75 Euro pro Stunde. Bei einer 5 Tage Woche mit jeweils 3 Yoga Einheiten am Tag kannst du folgendes Einkommen erzielen:

· Yogalehrerin mit speziellen Weiterbildungen: 3.686,40 Euro

· Yogalehrerin Privatunterricht: 3.248,60 Euro

· Yogalehrerin fest angestellt: 2.142,70 Euro

· Kursleiter für Yoga im Fitness-Studio (auf selbstständiger Basis): 1.958,40 Euro


Die Verdienstmöglichkeiten habe ich für diesen Beitrag im Internet recherchiert: https://de.jobted.com/gehalt/yogalehrer https://www.eversportsmanager.com/de/blog/yoga-als-beruf-wie-sieht-es-mit-dem-yogalehrer-gehalt-genau-aus/

https://yogaworld.de/tipps-vom-yogadude-was-verdient-man-als-yogalehrerin/


Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass du für dein Yoga Angebot durchgehend einen Stundensatz von 75 Euro verdienen wirst. Wenn du durchschnittlich pro Stunde 30 Euro verdienst, kannst du bei 18 Yogaeinheiten pro Woche ca. 2.338,20 Euro als festangestellte Yogalehrerin im Monat verdienen. Von diesem Betrag musst du noch Steuern bezahlen, Versicherungen und Rücklagen bilden.

Unterrichtest du freiberuflich Yoga, kannst du zwar mehr Geld verdienen, aber du musst alle monatlichen Fixkosten und variablen Kosten selbst tragen.


Welche Faktoren spielen beim Yogalehrer-Gehalt eine Rolle?


1. Erfahrung als Yogalehrerin


Am Anfang deiner Tätigkeit als angestellte Yogalehrerin verdienst du ca. 25 Euro pro Stunde. Mit jeder weiteren Aus- und Weiterbildung, die du an die Yoga Ausbildung anschließt, wird dein Verdienst weiter steigen.


Mit einer mehrjährigen Erfahrung als Yogalehrerin kannst du einen viel höheren Stundenlohn von 50 - 75 Euro verlangen.


Als Freiberuflerin kannst du verschiedene Preismodelle anbieten und hast einen entsprechend höheren Yogalehrer-Verdienst. Hier bist du einfach flexibler in der Gestaltung deines Yoga Angebots.


2. Anzahl an Aus- und Weiterbildungen


Die Ausbildung zur Yogalehrerin kann mehrere tausend Euro kosten und muss in den meisten Fällen privat bezahlt werden. Dieser Betrag muss in den folgenden Jahren erst einmal verdient werden. Bis du als Yogalehrerin tatsächlich davon leben kannst wird es einige Zeit dauern. Das solltest du unbedingt einkalkulieren! 3. Eigenes Yoga Studio


Wenn du als Yogalehrerin ein eigenes Studio gründen möchtest, solltest du dir genau überlegen wie du die Preise kalkulierst. Um künftige Neukunden anzusprechen, sollten deine Preise gegenüber anderen Yoga Studios attraktiv sein. Leider führt das oft dazu, dass Yogalehrerinnen ihre Dienstleistung zu günstig starten. Und eine spätere Preiserhöhung ist oft mit einem schlechten Gefühl verbunden. Schließlich möchte man keine Teilnehmer verlieren.

Um das zu verhindern rufe dir die Kosten deiner Ausbildung in Erinnerung und schätze wie wertvoll deine Arbeit und die Arbeit deiner angestellten Yogalehrer ist. Am Ende musst du dir auch ein gutes Yogalehrer-Gehalt auszahlen können. Wenn du den Wert deines Yoga Unterrichts den Kunden gegenüber klar kommunizieren kannst, wird niemand mehr danach fragen.




Yogalehrer Gehalt


4 Wege mit Yoga Geld zu verdienen


1. Festanstellung im Yoga Studio


Bei Yoga Studios wirst du als angestellte Lehrerin im besten Fall nach Anzahl der Teilnehmer bezahlt. Das finde ich sehr fair, denn das Studio verdient an mehr Schülerinnen ebenfalls und es ist für dich Ansporn auf Dauer einen guten Unterricht anzubieten. Du unterrichtest feste Stunden im Stundenplan und erhältst regelmäßig ein Yogalehrer-Gehalt.


2. Selbstständigkeit


Regelmäßiger Unterricht oder ein mehrstündiger Workshop - je nach Art des Unterrichts gibt es hier unterschiedliche Verdienstmöglichkeiten. Für einen speziellen Workshop kannst du einen anderen Stundenlohn erwarten als für den „normalen“ Yogaunterricht.

Als Freiberuflerin bist du vollkommen frei in der Gestaltung deiner Tätigkeit. Du entscheidest wann und wie viele Stunden du unterrichtest. Danach richtet sich dein Verdienst. Allerdings fällt die Sicherheit weg, die du als angestellte Yogalehrerin hast.


3. Eigenes Yoga Studio


Den höchsten Verdienst kannst du wahrscheinlich mit einem eigenen Yoga Studio erreichen. Du trägst aber auch ein höheres Risiko, musst Investitionen tätigen und bist als Yoga Unternehmerin auch noch zuständig für die Verwaltung, Buchhaltung und Studio-Organisation.

Diese Aufgaben in deinem Yoga Studio beanspruchen ca. 70 % deiner Zeit. Die restlichen 30 % deiner Zeit kannst du Yoga unterrichten. Oft lohnt sich dann auch über eine Assistentin für die Büroorganisation nachzudenken, die dir einen großen Teil der organisatorischen Tätigkeiten abnimmt und dir mehr Zeit gibt Yoga Stunden zu geben.


4. Online Studio


Hier kannst du dich ganz auf Yoga konzentrieren und verschiedene Unterrichtsformen anbieten. Wenn du ausschließlich online unterrichtest kannst du von jedem Ort der Welt arbeiten. Diese Unabhängigkeit schätzen viele Yogalehrerinnen sehr.

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Wie viel kann man für eine Yogastunde verlangen?

So kalkulierst du deinen Yogalehrer-Stundensatz


Schritt 1: Wettbewerber vergleichen


Der erste Schritt der Preiskalkulation ist reine Fleißarbeit. Du suchst im Internet vergleichbare Yoga Angebote in deiner Region und notierst dir die Preise, die dort verlangt werden.

Wenn du mit deiner Yoga Nische so einzigartig bist, dass es in deiner Region keine vergleichbaren Angebote gibt, suche in ähnlich großen Städten nach Angeboten. Mit einer klaren Positionierung bist du schon einzigartig und du musst dich nicht so sehr mit anderen Angeboten vergleichen lassen

In einer Liste trägst du die Ergebnisse deiner Recherche ein und ergänzt die Angaben, ob das Angebot 60 oder 90 Minuten dauert, wie viele Schüler an der Yogaklasse teilnehmen können oder welche Ausbildung die unterrichtende Person hat.

Du kannst mit den Angaben in deiner Liste verschiedene Preise ermitteln:

· Durchschnittspreis

· Preis des Marktführers

· Preis eines Premiumangebots

· Low Budget Angebot


Schritt 2: Arbeitszeit berechnen


Die maximale Unterrichtszeit pro Woche beträgt 18 Stunden. Diese Wochenarbeitszeit gilt für Yogalehrerinnen, die ausschließlich Yogaunterricht als Einnahmequelle haben. Mehr Stunden pro Woche Yoga zu unterrichten ist zeitlich und körperlich nicht zu schaffen.

In meiner Yoga Ausbildung habe ich gelernt, dass man als Yogalehrerin den gleichen Stundenumfang selbst Yoga praktizieren sollte wie man unterrichtet. Das bedeutet bei 18 Stunden Unterricht eine eigene Yogapraxis von 18 Stunden. Das ist fast ein Vollzeit-Job.

Eine Yogaklasse von 90 Minuten bedeutet unter Umständen einen zeitlichen Aufwand von bis zu 3 - 4 Stunden. Denke dabei auch an die An- und Abfahrt zur Yoga Stunde. Bei der Berechnung deines Yogalehrer-Gehalts müssen diese Faktoren auf jeden Fall berücksichtigt werden.


Schritt 3: Kosten kalkulieren

Bei der Kalkulation des Bruttopreises müssen die Unkosten (fix und variabel), ein Gewinnaufschlag und ggf. die zu zahlende Umsatzsteuer berücksichtigt werden.

Fixkosten

Variable Kosten

  • Warmmiete

  • Stromkosten

  • evtl. Parkplatzgebühren

  • Wasserkosten

  • Versicherungen

  • Reinigungsgebühren

  • Kontoführungsgebühren

Diesen Betrag musst du anteilig deiner Schülerzahl ausrechnen. Vor allem wenn du angestellte Yogalehrerinnen hast und diese nach Teilnehmerzahl bezahlst, musst du die variablen Kosten berücksichtigen.

  • Kosten für EC-Zahlungen

  • Internet

  • Homepage

  • Dekoration

  • Yogalehrer-Gehalt (wenn du den Kurs selbst gibst)


Jetzt solltest du einen Preis berechnet haben, der für dein Yoga Angebot angemessen ist. Falls du viel höhere Preise herausbekommen hast als deine Mitbewerber, solltest du prüfen, ob du korrekt gerechnet hast.


Evtl. musst du noch einmal Angebote weiterer Mitbewerber recherchieren oder Kosten einsparen. Vielleicht sind deine Preise aber auch günstiger und du merkst, dass du wirtschaftlicher arbeitest als andere Yogalehrende.

Beispiele für Preismodelle

Die unterschiedlichen Preismodelle

Mit deinem Yoga Angebot möchtest du natürlich so vielen Teilnehmern wie möglich das passende Angebot bieten. Mit unterschiedlichen Preismodellen kannst du individuell auf deine Teilnehmer eingehen.


Deiner Flexibilität sind fast keine Grenzen gesetzt:

· wöchentliche Kurse anbieten

· 10-Wochen Kurs

· 10er Karte

· Abo-Modell


Verträge

Wenn du mit deinen Teilnehmern Verträge abschließt, hast du für einen längeren Zeitraum regelmäßigere Einnahmen. Ein Vertrag sollte einen günstigeren Preis haben, da sich die Teilnehmer über einen längeren Zeitraum an dein Yogastudio binden.

Manchmal ist es aber auch so, dass sich die Teilnehmer nicht vertraglich binden möchten, da du eine lange Kündigungsfrist vereinbaren möchtest. In den meisten Yogaschulen gilt eine Kündigungsfrist zwischen 2 und 4 Monaten.


Fazit: Kann man davon leben? JA!

Es gibt fast keinen schöneren Beruf als Yogalehrerin. Du hilfst mit deinem Yoga Angebot so vielen Menschen und bringst viel Gutes in die Welt. Um noch mehr Menschen helfen zu können, darfst und sollst du von Yoga gut leben können. So leben, dass du in guter Energie bist, viel Zeit für dich und deine Familie und Freunde hast und auch ein kostenloses Angebot ermöglichen kannst.

Sei bitte auch ehrlich: Teilnehmer, die nur zum Yoga kommen, weil der Preis günstig ist, wollen wir alle nicht. Wir bieten so viel Mehrwert, helfen den Menschen in ein entspanntes und gesundes Leben. Dieser Benefit darf auch gut bezahlt sein.


Du bist noch unsicher, wie du deine Preise festlegen kannst? Ich unterstütze dich als Expertin für Yoga Business. In einem unverbindlichen Gespräch können wir schauen, wie ich dir helfen kann.